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Innovationen für die Drahtbondinspektion

Dr. Michael Troebs, Viscom AG, Hannover   In der Drahtbondinspektion steht ein Technologiewechsel bevor. Der Hersteller Viscom entwickelt ein 3D-Bondinspektionssystem, das speziell für die Anforderungen des Drahtbondens ausgelegt ist. Es verfügt über eine stark verbesserte Sensorik, eine hohe Bildauflösung, eine schnelle Bilddatenverarbeitung und erkennt bei der 3D-Vermessung sehr dünne Bonddrähte bis zu 20 µm. Immer dünnere Drähte, verringerte Pitches oder mehr Dickdrahtanwendungen für größere Leistungen gehören zu den Trends beim Drahtbonden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an robuste und fehlerfreie Kontaktierungen wie beispielsweise bei Assistenzsystemen im Automobilbereich oder bei RF-Modulen im 5G-Mobilfunk. Solche komplexen und sicherheitsrelevanten Applikationen erfordern besonders zuverlässige Inspektionsverfahren.Um die Haftsicherheit von Bonds zu prüfen oder bei Mehrfachbonds fehlende Drähte zu detektieren, reichen rein elektrische Tests nicht aus. Zudem haben bisherige 2D-Bondinspektionssysteme den Nachteil fehlender Höheninformationen. So können Vorgaben über Mindestabstände, Drahtlängen oder die tatsächlichen Höhen von Drahtbögen (Loops) und Wedges nicht quantitativ überprüft werden. Neuer Ansatz für das 3D-Bondinspektionssystem Technologien für die 3D-Vermessung aus dem SMT-Bereich sind für die Drahtbondinspektion nur bedingt geeignet. Im Unterschied zu SMD-Bauteilen werden die hochspiegelnden und runden Bonddrähte …

SPI, AOI und AXI – kommt da noch was?

von: Olaf Römer, Geschäftsführer ATEcare Service GmbH & Co. KG, Aichach Es ist ruhig am Markt geworden – kaum ein neues Produkt im Inspektionsbereich SPI, AOI und AXI. Jeder hat an seinen Techniken gefeilt und die Software erweitert und verbessert, aber wirkliche Neuigkeiten sind ausgeblieben. Vielleicht fehlt auch einfach nur die entsprechende öffentliche Plattform im Moment – uns zumindest fehlt der direkte Kontakt zu unseren Kunden, schon rein menschlich gesehen, sehr. Wir hoffen, es geht ihnen gut. ATEcare arbeitet nun schon seit über 12 Jahren mit dem Partner OMRON zusammen und gemeinsam hat es sehr viele AOI, SPI und AXI Installationen gegeben. In die AOI-Welt ist die 3D-Technologie eingezogen, die CT-Technologie in den AXI-Systemen hat sich als der richtige Weg durchgesetzt – im Bereich der SPI haben wir unsere Wünsche an den Hersteller herangetragen, da wir eine gute Ausgangsbasis hatten, aber die Kunden auch nach Neuerungen gefragt haben. Weltmarktposition 2 (laut FUJI Research Report) ist ja schon mal nicht schlecht, aber es soll ja weiter gehen.Das neue Flaggschiff im SPI-Bereich, die VP9000 wurde nunmehr vorgestellt …

Ein mobiler Arbeitsplatz für Polizisten

von: Rehm Thermal Systems GmbH Auf den ersten Blick sieht „Polaris“ wie ein gewöhnlicher Bordcomputer in einem Auto aus. Doch in dem taschenbuchgroßen mobilen Gerät der Ermslebener Firma Tonfunk steckt viel mehr: Es ist ein interaktiver Kommunikationstool für den Streifenwagen mit vielen Features. So wird das Polizeifahrzeug zu einem mobilen Arbeitsplatz für die Beamten. „Polaris“ kann als Navigationsgerät oder als Tool für die Auftragsbearbeitung benutzt werden. Es ermöglicht aber beispielsweise auch Videostreaming in die Rettungsleitstelle, das Bedienen von Digitalfunkgeräten oder eine Fahndungsabfrage. Und sogar die Signalanlage kann über „Polaris“ gesteuert werden.Mit „Polaris“ hat Tonfunk ein Gerät auf den Markt gebracht, das den Arbeitsalltag von Polizisten fernab von Schreibtischen mit allen Möglichkeiten der mobilen Datenwelt vereint. Es erleichtert den Beamten den Alltag, ist ein effizienter, mobiler polizeilicher Arbeitsplatz, passt sich flexibel den Erfordernissen an und ist dank moderner Verschlüsselungstechniken und sicherer Übertragungswege sehr sicher. Doch Tonfunk setzt nicht nur auf eigens entwickelte und vermarktete Produkte: Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist die Firma aus Sachsen-Anhalt als ODM-, CMS- und EMS-Anbieter tätig und beliefert heute namhafte Kunden …

Ist Ihr Kontaktreiniger mit der komplexen Elektronik von heute kompatibel?

von: Emily Peck, MicroCare Corporation Moderne Elektronik wird immer kleiner und komplexer. Daher kann es schwierig sein, eine zuverlässige Reinigungsmethode zu finden, die sowohl effektiv als auch mit den verschiedenen Materialien der elektrischen Ausrüstung kompatibel ist. Die kleinste Verunreinigung kann eine Barriere zwischen Kontakten und Teilen bilden oder dendritisches Wachstum auslösen, das die Effizienz und Leistung des Geräts beeinträchtigt. Aus diesem Grund spielt die professionelle Reinigung eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Qualität der produzierten elektronischen Geräte. Kontaktreiniger sind eine Kategorie an Reinigungsmitteln, die in der Industrie aufgrund ihrer einfachen Anwendung und Bequemlichkeit weit verbreitet sind. Sie entfernen Partikel- und Ölrückstände von schwer zugänglichen Stellen und erneuern elektrische Verbindungen an Schaltern, Relais, Potentiometern und anderen Geräten. Sie entfernen sicher Sand von heißen Motoren und Staub aus dem Inneren von elektromechanischen Relais und Tastaturen. Sie sind auch wirksam bei der Entfernung von Verunreinigungen aus schwer zugänglichen Bereichen an Steckverbindern, Kabelbäumen, Tunern, Stromversorgungen, Encodern, Verteilertafeln, Anschlussdosen und Schaltgeräten.Der perfekte Kontaktreiniger sollte nicht brennbar und nicht korrosiv sein und starke dielektrische Eigenschaften haben. Im Idealfall könnte man …

Was kommt nach SPI, AOI und AXI? Intelligente Inspektion!

von: Olaf Römer, ATEcare Service GmbH & Co. KG, Aichach Kaum ein weiteres Unternehmen bietet ganzheitliche Test- und Inspektionslösungen für die Elektronikproduktion an. Entweder wird in Kombination mit Produktionssystemen angeboten oder es werden einzelne Lösungen offeriert.ATEcare kam aus der Welt der elektrischen Tests (ICT, FKT) und hat mit Langzeiterfahrung, auch so manchen Wandel in der Branche mitgemacht. Die elektrischen Tests sind nicht tot, sondern haben sich verändert.Definitiv sind Inspektionen während der Produktion deutlich auf den Vormarsch. Kein Wunder also, das nach der Etablierung der AOI, über 30 Marktbegleiter 3D AOI System anbieten. Dazu kommen SPI Systeme und die Nachfrage nach High-End Röntgensystemen (AXI) steigt stetig. Dies fordert die weitere Miniaturisierung der Produkte und natürlich auch der Anspruch an hohe Qualität bei komplexen Produkten – die Anforderungen unserer lokalen Standorte. Hier ist ATEcare mit OMRON ganz vorn dabei. Und wie geht es weiter? What‘s next? Jeder spricht davon und einige behaupten schlicht und einfach, das Thema bereits integriert zu haben – künstliche Intelligenz. Das ist ein unglaublich weitläufiges Thema und ein Programmieralgorithmus oder die Verifizierung nach …

Hochgeschwindigkeits-Interface-Tests

von Dave Armstrong, Director of Business Development, Advantest America, Inc. Während die Geschwindigkeit des Internet-Backbones weiter ansteigt, nimmt auch die Geschwindigkeit der Schnittstellen zu Bauteilen von Cloudkomponenten weiter zu. Da viele dieser Schnittstellen-, Server- und KI-Bauteile sowohl auf Datenraten von 112 Gbps als auch auf heterogene Multi-Chip-Integrationen umgestellt werden, steht die Branche einem erhöhten Bedarf an Geschwindigkeitstests gegenüber, um voll funktionsfähige Bauteile zu identifizieren (KGDs – Known Good Dies). Bislang gab es noch keine elegante, effiziente ATE-basierte Lösung zur Durchführung dieser Tests. 2018 starteten Advantest und MultiLane, Inc., ein führender Anbieter von Testinstrumenten für Hochgeschwindigkeitsinterfaces (HSIO), eine Zusammenarbeit, um gemeinsam eine auf einer einzigen Plattform basierende Lösung zu entwickeln, die die Fähigkeiten und Qualitäten beider Unternehmen nutzt.Das Konzept der gemeinsamen Lösung ist denkbar einfach: Vorhandene MultiLane Instrumente werden auf einen Formfaktor portiert, der mit dem Advantest V93000 Testkopf Erweiterungsrahmen kompatibel ist. Wie Abbildung 1 zeigt, besteht die kombinierte Lösung aus einem Advantest V93000-Tester und einer Twinning-Testkopferweiterung, der MultiLane Strom, Kühlung und eine Backplane für das HSIO-Card Cage hinzufügt. MultiLane setzt vorhandene Standardinstrumente ein und passt …

Stand und Schwierigkeiten bei der EMV-Normung von Systemen zur drahtlosen Energieübertragung

von: Bernd Jäkel, Siemens AG, Digital Industry, Erlangen Einleitung Die zunehmende – und auch politisch gewünschte – Verbreitung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen erfordert Ideen, wie sich solche Fahrzeuge in einer einfachen und bequemen Art und Weise aufladen lassen. Die derzeit üblicherweise betriebene Variante besteht darin, das Fahrzeug über eine Netzleitung an eine Ladestation anzuschließen. In jüngerer Vergangenheit kamen aber auch Vorschläge zu einem drahtlosen Laden des Fahrzeugs auf, bei dem dann keine galvanische Verbindung zwischen einer Ladestation und dem Fahrzeug mehr notwendig ist, augenscheinlich eine relativ einfache und bequeme Art des Ladens.Die Technologie der drahtlosen Energieübertragung ist eigentlich nicht neu. Sie wird in privaten Haushalten bereits seit Jahrzehnten eingesetzt, beispielsweise bei Verwendung von Induktionskochfeldern. Der Frequenzbereich, der für die Energieübertragung verwendet wird, liegt dabei typischerweise bei einigen 10 kHz. Auch wenn mit dieser Technologie grundsätzlich die Möglichkeit von Beeinflussungen von Funk- und Radioeinrichtungen oder anderen drahtlosen Kommunikationstechnologien hervorgerufen wird, hat sich die Anzahl von Störfällen als sehr gering erwiesen, was unter anderem daran liegt, dass solche Geräte Grenzwerte für die von ihnen erzeugten Störabstrahlungen einhalten …

Mit High Quality erfolgreich in der SMT Fertigung durchgestartet: Draco Systems und ASM E Solutions

von: Melanie Bechmann, ASM Assembly Systems, München Die 2004 gegründete spanische Draco Systems hat sich bis zum Jahre 2008 auf das Elektronik-Engineering beschränkt, bis ihre Kunden anfingen, vermehrt Dienstleistungen für Industrialisierung und Fertigung anzufragen. Draco Systems ist dieser Bitte mit großem Erfolg nachgekommen: Das Unternehmen schuf für seine Kunden durch eine äußerst schnelle Markteinführungszeit einen Mehrwert, indem es den Einkauf der Komponenten plante und alternative Komponenten für die Allokation, das Re-Design, die Qualitätskontrolle und Montage zur Verfügung stellte. Die zunehmende Unzufriedenheit mit Qualität und Termintreue von Auftragsfertigern während der Jahre führten jetzt zum Aufbau einer eigenen Inhouse-Elektronikfertigung auf Basis der ASM E-Solutions, welche im Januar 2019 ihren Betrieb aufnahm. Drei Freunde, unternehmerisch denkend und zupackend, und eine Gründungsidee beim gemeinsamen Weihnachtsessen – so wurde die spanische Draco Systems aus der Taufe gehoben. Meritxell Gimeno Garcia, Jordi Posas Garriga und Jona Puig Galan kannten sich aus dem Studium und beschlossen dann als Engineering-Team, hochwertige R&D-Services für moderne Elektronik anzubieten. Heute blickt Draco Systems mit Sitz in Barcelona auf eine 15-jährige Erfolgsstory zurück und entwickelt Elektronik für …

Völlig neu gedacht: Servicemanagement für die Smart Integrated Factory

In Diskussionen um die Smart SMT Factory wird das Thema Service und Wartung meist auf Fortschritte bei der Predictive Maintenance reduziert. Dass Vernetzung, Integration und neue Softwaretechnologien viel mehr für Service und Wartung leisten können, zeigt Technologieführer ASM auf der productronica 2019. In den Mittelpunkt seiner Service-4.0-Strategie stellt ASM eine völlig neuartige und umfassende Softwarelösung für das Servicemanagement im digitalen Zeitalter: ASM Equipment Center.

Test Resources as a Service

Test Resources as a Service David Werner, GÖPEL electronic GmbH Jede neu entwickelte, elektronische Baugruppe bringt eigene Anforderung an ein zuverlässiges Test- und Prüfsystem mit sich. Die Zielstellung lautet stets, eine möglichst hohe Testabdeckung zu erreichen und damit alle potentiellen Fertigungsfehler möglichst frühzeitig zu erkennen. Je nach verwendeten Bauteilen und Schnittstellen sind verschiedene Prüftechnologien und Test-Ressourcen notwendig, die für bestimmte Anwendungsfälle optimiert wurden. Je nach Anbieter solcher Lösungen kann es vorkommen, dass die Test-Ressourcen proprietär mit der hauseigenen Software verknüpft sind – sie lassen sich also nur damit bedienen. Das wiederum kann dazu führen, dass Test-Ressourcen, die eigentlich vielseitig einsetzbar wären, aufgrund der festen Kopplung an eine bestimmte Software auf einen einzelnen, dedizierten Anwendungsfall beschränkt werden. Und selbst wenn eine freie Nutzung der Ressource zugelassen wird, ist es stets notwendig, zuerst die gesamte Software zu starten, bevor eine einzelne Funktion genutzt werden kann. Diese Einschränkung stellt einen Hersteller elektronischer Baugruppen vor eine besondere Herausforderung. Denn er muss eine Testumgebung definieren, die so flexibel ist, dass sie auf unterschiedliche Produkte angewendet und bei Bedarf einfach erweitert …