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Portugal und Deutschland vertiefen Zusammenarbeit in der Mikroelektronik – mit Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit

Portugals Mikroelektronik-Agenda treibt 26 neue Hightech-Produkte voran und stärkt durch die Beteiligung von Fraunhofer Portugal AICOS und Kooperationen im Bereich IoT und Industrie 4.0 den Wissensaustausch mit Deutschland.

Portugal entwickelt sich zu einem neuen europäischen Zentrum für Mikroelektronik, das Innovation, Nachhaltigkeit und internationale Kooperation vereint. Die Mikroelektronik-Agenda – ein strategisches Programm mit einem Investitionsvolumen von 68 Millionen Euro, kofinanziert durch den Aufbau- und Resilienzplan (PRR) – vereint 17 Industrie-, Forschungs- und Hochschulpartner und hat bereits 88 % der geplanten Umsetzung erreicht.

Die Zusammenarbeit mit Deutschland spielt dabei eine Schlüsselrolle: Das Fraunhofer Portugal AICOS, Teil der renommierten Fraunhofer-Gesellschaft, hat mehrere Lösungen im Bereich Künstliche Intelligenz für visuelle Inspektion und industrielle Wartung entwickelt, die inzwischen von der deutschen Firma Sensry GmbH lizenziert und vermarktet werden.
Darüber hinaus machen die im Projekt entwickelten Systeme AI-VIF und OPT-IQA Produktionsprozesse in der Elektronikfertigung effizienter, skalierbarer und kompatibel mit den Zielen der europäischen Industrie 4.0.

Weitere herausragende Ergebnisse:
• Umweltfreundliche Rückgewinnung von Edelmetallen (Projekt PCI/Universität Coimbra)
• Photonische integrierte Schaltungen für 5G/6G-Netze (HFA/PICadvanced)
• Intelligente Automatisierungssysteme für Halbleiterfabriken (ISR/ATEP)

Portugal präsentierte sich erfolgreich auf deutschen Leitmessen wie der SMTconnect in Nürnberg und der E-Waste World in Frankfurt, um die europäische Wertschöpfungskette zu stärken und die deutsch-portugiesische Technologiekollaboration in den Bereichen Packaging, Photonik und Kreislaufwirtschaft auszubauen.
„Die Partnerschaft zwischen Portugal und Deutschland vereint angewandte Forschung und industrielle Exzellenz“, erklärt Pedro Madureira, Forscher am Fraunhofer Portugal AICOS. „Gemeinsam schaffen wir Lösungen, die weltweit skalierbar sind und die technologische Autonomie Europas stärken.“
Mit dem Mikroelektronik-Observatorium, erreichbar unter https://observatory.micro-electronics.eu, erhalten deutsche Investoren Zugang zu Daten, Kompetenzkarten und Kooperationsmöglichkeiten im portugiesischen Mikroelektronik-Ökosystem.

Erstellt im Rahmen der ”Mobilisierungsagenden“ des portugiesischen Aufbau- und Resilienzplans, verfügt die Mikroelektronik-Agenda über eine gesamtförderfähige Finanzierung in Höhe von 67.572.099,37 €, die aus dem Aufbau- und Resilienzplan (finanziert durch NextGenerationEU) stammt.

Das Projekt läuft bis zum 30. Juni 2026.